Die Masche ist bekannt, aber immer noch hochgefährlich: Betrüger geben sich als Polizisten aus und bringen ältere Menschen um ihr Erspartes – nun warnt die Polizei im Jura erneut.
Die Kantonspolizei Jura schlägt Alarm: Im Jahr 2025 sind bereits 11 bestätigte Betrugsfälle sowie 3 versuchte Taten mit der Masche „Falscher Polizist“ gemeldet worden. Die Opfer? Meist ältere, alleinlebende Menschen. Der Appell: Vorsicht am Telefon – und reden Sie mit Ihren Angehörigen.
Falsche Polizisten fordern Bargeld, Karten und Schmuck
So funktioniert die Masche
Die Täter geben sich am Telefon als Polizisten aus und behaupten, es bestehe ein Sicherheitsproblem. Die Masche läuft dann fast immer gleich ab:
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Ein Anrufer behauptet, es drohe Diebstahl oder ein Bankbetrug
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Er kündigt an, ein „Kollege in Zivil“ werde vorbeikommen, um Wertsachen oder die Bankkarte zu sichern
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Kurz darauf erscheint tatsächlich eine Person mit gefälschtem Polizeiausweis
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Diese nimmt Bargeld, Karten, Schmuck oder Codes entgegen
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Dann verschwindet sie – samt der gesamten Ersparnisse der Betroffenen
Die Beute: oft mehrere tausend Franken, vereinzelt sogar zehntausende Franken
Über 200 Fälle in der Romandie seit Jahresbeginn
Die Kantonspolizei Jura ist nicht allein: In der gesamten französischsprachigen Schweiz wurden seit Anfang Januar fast 200 Fälle dieser Art registriert.
Die Täter agieren professionell, oft international vernetzt. Sie nutzen psychologischen Druck, um Vertrauen zu gewinnen – und agieren mit erschreckender Kaltblütigkeit.
Polizei verstärkt Prävention – alle sollen mithelfen
Die Kantonspolizei Jura hat nun Flyer, Hinweise und Social-Media-Kampagnen gestartet, um Betroffene und deren Familien zu sensibilisieren.
„Sprechen Sie mit Ihren Eltern, Grosseltern, Nachbarinnen und Nachbarn. Viele ältere Menschen sind online nicht gut vernetzt und erfahren nichts von diesen Gefahren.“
Flyer liegen aus:
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Bei Polizeiposten
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In Gemeindeverwaltungen
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Online auf www.jura.ch
Was Sie unbedingt beachten sollten
Die wichtigsten Verhaltenstipps:
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Bei Druck oder Stress am Telefon: sofort auflegen
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Keine persönlichen oder finanziellen Daten am Telefon nennen
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Nie Karten, Bargeld oder Schmuck an Unbekannte übergeben
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Echte Polizisten tragen Ausweise mit Foto, niemals „neutrale Badges“
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Keine Übergabe – auch nicht im Notfall oder unter Tränen
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Verdächtige Situationen sofort über Notruf 117 melden
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