Uri plant neue Strukturen für die Langzeitpflege

Der Kanton Uri steht vor grossen Herausforderungen in der Pflege.

Bis 2040 steigt die Zahl der über 80-Jährigen um mehr als 80 Prozent.

Kanton und Gemeinden wollen deshalb die Langzeitpflege neu organisieren.

Warum ein neues Modell nötig ist

Schon heute stösst das bisherige System an Grenzen:

  • Kanton zuständig für Spitex

  • Gemeinden zuständig für Pflegeheime

  • steigender Wunsch, möglichst lange zu Hause zu leben

Ohne neue Angebote wie Betreutes Wohnen müssten bis 2040 rund 120 zusätzliche Pflegeheimplätze entstehen.

Alard du Bois-Reymond, Projektleiter HeCaCons; Landammann Christian Arnold; Angela Escher, Projektleiterin HeCaCons; Bruno Gamma, Präsident Gemeindeverband Uri; Finanzdirektor Urs Janett; Roland Wormser, Projektleiter HeCaCons (Bildquelle: Amt für Gesundheit)

Projekt Weiterentwicklung Langzeitpflege Uri

Kanton und Gemeinden ziehen gemeinsam an einem Strick.

  • Ziel: Pflegeleistungen aus einer Hand anbieten

  • Erste Etappe: IST-Analyse, Kosten- und Bedarfsprognosen

  • Empfehlung: Gründung einer gemeinnützigen Aktiengesellschaft (gAG)

Diese gAG soll paritätisch von Kanton und Gemeinden getragen werden und die Planung, Steuerung und Finanzierung der Langzeitpflege bündeln.

Die pflegebedürftige Bevölkerung soll auch künftig auf eine gute Pflege zählen können. (Bildquelle: iStock)

Beteiligte Akteure

Das Projekt wird breit abgestützt. Mit dabei sind u. a.:

  • Pflegeheime Uri

  • Spitex Uri

  • Stiftung Behindertenbetriebe Uri (SBU)

  • Curaviva Uri

  • SRK Uri

  • Kantonsspital Uri

  • Pro Senectute Uri

  • Alzheimervereinigung Uri

  • Ärztevereinigung Uri

Was geplant ist

  • Ambulante und stationäre Pflege wird unter einem Dach koordiniert

  • Ausbau von Betreutem Wohnen, Tages- und Nachtstrukturen

  • Einbezug aller Pflegebetriebe und Mitarbeitenden

  • Bauprojekte wie Brickermatte und Betreutes Wohnen Schattdorf laufen weiter und werden integriert

Politischer Prozess

  • Nächster Schritt: Unterzeichnung einer Absichtserklärung (Letter of Intent) durch Gemeinden, Kanton und Institutionen

  • 2027: Volksabstimmung über die neue Struktur

  • 2028: Start der Vorbereitungen

  • 2030: Aufnahme des Betriebs der neuen Unternehmung

Pflege langfristig sichern

Der Kanton Uri setzt mit der Reform der Langzeitpflege ein klares Signal:

Bedarfsgerecht, finanzierbar und gemeinsam getragen – so soll Pflege in Uri auch künftig gesichert bleiben.

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