Zwei Felsblöcke stürzen in den Ägerisee – Sprengungen und Aufräumarbeiten geplant
Nach einem nächtlichen Felssturz in Unterägeri bleibt der beliebte Uferweg bis auf Weiteres gesperrt. Fachleute bereiten Sicherungsmassnahmen vor.
In Unterägeri haben sich mehrere grosse Felsblöcke aus der Rapperenflue gelöst und den Seeweg sowie den Ägerisee erreicht. Der Wanderweg bleibt gesperrt.
In der Nacht auf Sonntag, 1. Juni 2025, ereignete sich oberhalb des Seewegs zwischen Nas und Bergmatt ein massiver Felsausbruch. Zwei grosse Blöcke durchbrachen die Baumlinie und stürzten über den Weg direkt in den Ägerisee. Der betroffene Abschnitt ist Teil eines beliebten Wander- und Velowegs, der das Gebiet zwischen Morgarten und Unterägeri erschliesst.
Die Steine stammen aus dem Felsband der Rapperenflue, das rund 200 Meter über dem See liegt. Das grössere der Gesteine im Uferbereich wiegt schätzungsweise 30 bis 40 Tonnen.
Bei dem Felssturz durchschlugen zwei grosse Blöcke die Uferzone, einer davon liegt nun sichtbar im Ägerisee. Der grösste der Brocken misst ein Volumen von rund 12 bis 15 Kubikmetern. Der betroffene Seeweg bleibt aus Sicherheitsgründen zwischen dem Waldeingang Bergmatt und dem Schiffsteg Nas weiterhin gesperrt. Für Fussgänger wurde eine ausgeschilderte Umleitung via Dachsflue eingerichtet. Die Schiffsanlegestelle Naas bleibt zugänglich und wird regulär bedient. Sprengungen zur Sicherung gefährlicher Gesteinsmassen sowie anschliessende Aufräumarbeiten sind aktuell in Vorbereitung.
Geologen führen derzeit Begutachtungen am hängenden Seil durch, um die Stabilität der Wand genau einzuschätzen. Zusätzlich besteht das Risiko von Nachrutschen bei starken Regenfällen, da sich in der Runse noch loses Gesteins- und Erdmaterial befindet. Um die Gefahr zu reduzieren, werden kontrollierte Sprengungen durchgeführt.
Die Waldeigentümerin, die Korporation Unterägeri, koordiniert die Massnahmen gemeinsam mit dem Amt für Wald und Wild und externen Spezialisten.
Der Felssturz in Unterägeri zeigt eindrücklich, wie steile Hanglagen auch in beliebten Ausflugsregionen plötzlich gefährlich werden können. Die Behörden handeln rasch und gezielt, um die Sicherheit der Bevölkerung zu gewährleisten. Eine Wiedereröffnung des Weges ist erst nach Abschluss aller Sicherungsmassnahmen möglich.
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