Mit einem scharfen Osterpost auf Truth Social teilt Donald Trump gegen Linke, Richter und Präsident Biden aus – und sendet dennoch „liebevolle“ Wünsche.
Laut vol.at hat Ex-US-Präsident Donald Trump den diesjährigen Ostersonntag für eine politische Generalabrechnung genutzt. Auf seiner Plattform Truth Social veröffentlichte er eine Botschaft, die neben traditionellen Osterwünschen auch massive Angriffe auf seine politischen Gegner, Richter und Präsident Joe Biden enthielt. Besonders im Visier: die US-Einwanderungspolitik und der Umgang mit kriminellen Banden.
Trump schrieb in seinem Post unter anderem: „Frohe Ostern für alle, einschliesslich der linksradikalen Irren, die so hart kämpfen und intrigieren, um Mörder, Drogenbarone, gefährliche Gefangene, Geisteskranke, bekannte MS-13-Bandenmitglieder und Frauenschläger zurück in unser Land zu bringen.“ Die Wortwahl sorgte umgehend für Empörung – sowohl bei Demokraten als auch in Teilen der Öffentlichkeit.
Am Tag vor Trumps Botschaft hatten Hunderte Demonstranten vor dem Weissen Haus gegen die Einwanderungspolitik protestiert. Auslöser war unter anderem die Abschiebung eines Mannes nach El Salvador, dem zuvor eigentlich Schutzstatus gewährt worden war. Die US-Regierung sprach von einem „administrativen Fehler“, stellte jedoch klar, der Mann sei mutmasslich Mitglied der kriminellen MS-13-Bande – eine Einschätzung, die von den Anwälten bestritten wird.
Auch die US-Justiz blieb von Trumps Kritik nicht verschont. „Frohe Ostern auch den schwachen und unfähigen Richtern“, schrieb er in Anspielung auf richterliche Entscheidungen, die seine Abschiebepolitik behindert hatten. Über Präsident Joe Biden urteilte Trump scharf: „Er war mit Abstand unser schlechtester und inkompetentester Präsident.“ Dennoch schloss er mit einem sarkastischen Ostergruss „voller Liebe und Aufrichtigkeit“ an Biden und jene, die angeblich die Wahl 2020 „gestohlen“ hätten.
Nur wenige Minuten vor dem polarisierenden Post hatte Trump noch eine traditionelle Osterbotschaft geteilt: „Melania und ich möchten allen ein frohes Osterfest wünschen! […] Möge dieser Tag voller Frieden und Freude sein.“ Dass kurz darauf ein hasserfüllter Beitrag folgte, ist symptomatisch für Trumps Social-Media-Strategie: zwischen populistischem Angriff und konservativer Tradition.
Trumps Ostergrüsse 2025 zeigen einmal mehr seine Fähigkeit, religiöse Anlässe mit politischen Botschaften zu verknüpfen – oft mit provokantem Ton. Während die einen seine Direktheit feiern, verurteilen andere seine Wortwahl als unangemessen für einen ehemaligen Präsidenten. Der Osterfrieden wurde jedenfalls auf Truth Social nur kurz gewahrt.
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