So erkennst du Fake-Shops beim Online-Shopping

Sicher einkaufen im Netz: Die wichtigsten Hinweise auf unseriöse Online-Shops

Online-Shopping ist bequem, schnell und oft günstiger – doch mit der wachsenden Zahl an Angeboten steigt auch das Risiko, in eine Abzocke zu geraten. Fake-Shops sehen echten Anbietern oft täuschend ähnlich, liefern aber keine Ware oder versenden minderwertige Produkte. Besonders in Aktionszeiten wie Black Friday oder rund um Weihnachten schlagen Betrüger gezielt zu. Dieser Artikel zeigt dir, woran du betrügerische Shops erkennst – und wie du dich davor schützt.

1. Was sind Fake-Shops?

Fake-Shops sind betrügerische Webseiten, die Produkte zu attraktiven Preisen anbieten, aber entweder nie liefern oder minderwertige Ware verschicken. Ziel ist es, Geld oder persönliche Daten (z. B. Kreditkarteninfos) zu erbeuten.

Häufig betroffen sind:

  • Elektronik (Smartphones, Kopfhörer, Konsolen)
  • Markenkleidung und Sneaker
  • Parfums und Kosmetik
  • Tickets oder Gutscheine
2. Typische Merkmale eines Fake-Shops

a) Extrem günstige Preise

Wenn der Preis zu schön ist, um wahr zu sein – ist er es meist auch. Vorsicht bei Rabatten über 70 %.

b) Fehlende oder fehlerhafte Impressumsangaben

Ein seriöser Shop hat ein vollständiges Impressum mit Namen, Adresse, E-Mail und Telefonnummer. Fehlen diese Angaben oder wirken sie erfunden, ist Skepsis angebracht.

c) Nur Vorkasse möglich

Wenn ausschliesslich Vorauszahlung (z. B. Banküberweisung, Kryptowährungen) angeboten wird und keine sicheren Zahlungsmethoden wie Kreditkarte, PayPal oder Kauf auf Rechnung – Finger weg!

d) Schlechte Sprache und Designfehler

Viele Fake-Shops sind schlampig übersetzt, enthalten Rechtschreibfehler oder wirken technisch veraltet.

e) Keine Bewertungen oder nur gefälschte

Fehlen unabhängige Kundenbewertungen oder wirken diese auffällig einseitig und generisch, ist Vorsicht geboten.

3. So kannst du Shops überprüfen

a) Impressum und Kontakt testen

Gibt es eine erreichbare Telefonnummer? Ist die Adresse echt? Einfach mal anrufen oder Adresse bei Google Maps eingeben.

b) Domain prüfen

Wie lange gibt es die Website? Nutze Tools wie whois.com, um die Domain-Registrierung zu prüfen. Vorsicht bei frisch registrierten Seiten!

c) Gütesiegel sind kein Garant

Einige Fake-Shops zeigen gefälschte Siegel (z. B. „Trusted Shop“). Du kannst auf der Originalseite des Anbieters prüfen, ob der Shop wirklich zertifiziert ist.

d) Online-Listen und Blacklists nutzen

Websites wie watchlist-internet.ch, fake-shop.ch oder verbraucherschutz.de listen bekannte Fake-Shops auf.

e) Testkäufe vermeiden

Auch wenn der Betrag klein ist – jeder Testkauf kann mit Verlust enden oder deine Zahlungsdaten kompromittieren.

4. Was tun, wenn du auf einen Fake-Shop reingefallen bist?
  • Sofort Zahlungsdienstleister kontaktieren: Eventuell ist eine Rückbuchung möglich
  • Anzeige erstatten: Bei der Polizei oder online (je nach Kanton)
  • Belege sichern: Bestellbestätigung, Zahlungsnachweis, Mails etc.
  • Kreditkarte sperren lassen, falls du Kartendaten eingegeben hast
  • Verbraucherschutz informieren (z. B. Stiftung für Konsumentenschutz)
5. Sicheres Online-Shopping – Tipps für die Praxis
  • Nur bei bekannten oder geprüften Shops bestellen
  • Auf sichere Zahlungsmethoden achten (Käuferschutz!)
  • Browser- und Virenschutz aktuell halten
  • Niemals persönliche Daten leichtfertig eingeben
  • Bei Unsicherheiten: besser verzichten
Fazit: Wachsam bleiben und zweimal hinsehen

Fake-Shops sind oft professionell gemacht – doch wer genau hinschaut, kann sie erkennen. Nimm dir Zeit, bevor du bestellst. Prüfe Impressum, Zahlungsmethoden und Bewertungen. Wenn du unsicher bist: Hol dir eine Zweitmeinung oder verzichte lieber. Denn der günstigste Preis kann teuer werden – wenn am Ende gar nichts geliefert wird.

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