Schweiz sagt Ja: Liegenschaftssteuern auf Zweitliegenschaften angenommen

Ein deutlicher Entscheid: Die Schweizer Stimmbürgerinnen und Stimmbürger haben die Einführung einer Liegenschaftssteuer auf Zweitliegenschaften klar angenommen.
Damit setzt die Bevölkerung ein Zeichen für mehr Gerechtigkeit auf dem Immobilienmarkt.

Das nationale Ergebnis

  • Stimmen: 57,73 %  Ja (1’579’303 Ja | 1’156’560 Nein)

  • Ständemehr: 16,5 von 23  Ja

  • Stimmbeteiligung: 49,50 %

Damit wurde die Vorlage sowohl vom Volk als auch von den Ständen angenommen – ein klarer doppelter Sieg.

Ergebnisse in den Kantonen

Hohe Zustimmung (über 70 %)

  • Appenzell Innerrhoden: 75,05 % Ja

  • Appenzell Ausserrhoden: 73,43 % Ja

  • Thurgau: 72,41 % Ja

  • St. Gallen: 71,75 % Ja

  • Glarus: 70,12 % Ja

Klare Ja-Mehrheiten (60–69 %)

  • Zürich: 61,15 %

  • Luzern: 67,54 %

  • Schwyz: 68,56 %

  • Nidwalden: 68,04 %

  • Obwalden: 68,22 %

  • Aargau: 69,04 %

  • Graubünden: 67,14 %

  • Solothurn: 62,25 %

  • Basel-Landschaft: 60,51 %

Knappe Ja-Mehrheiten (55–59 %)

  • Bern: 55,26 %

  • Uri: 65,54 %

  • Tessin: 56,48 %

  • Schaffhausen: 58,68 %

Nein-Mehrheiten (Westschweiz)

  • Genf: 66,13 % Nein

  • Waadt: 63,75 % Nein

  • Neuenburg: 61,57 % Nein

  • Jura: 61,23 % Nein

  • Wallis: 60,28 % Nein

  • Basel-Stadt: 52,92 % Nein

  • Freiburg: 50,79 % Nein

Deutliche Sprachgräben

Die Abstimmung zeigt einmal mehr das Stadt-Land- und Sprachregionen-Gefälle:

  • Deutschschweiz: klare Zustimmung, besonders in den Ost- und Zentralschweizer Kantonen.

  • Romandie & Basel-Stadt: klare Ablehnung, teils mit über 60 % Nein-Stimmen.

Das Resultat verdeutlicht, dass finanz- und immobilienpolitische Fragen die Bevölkerung stark spalten.

Bedeutung des Entscheids

  • Finanzielle Wirkung: Zusätzliche Einnahmen durch Zweitliegenschaften.

  • Politisches Signal: Mehr Verantwortung für Eigentümer von Ferien- und Nebenwohnungen.

  • Gesellschaftliche Wirkung: Beitrag zur Eindämmung von spekulativen Zweitwohnungen und zur Stärkung der Wohnraumgerechtigkeit.

Mit fast 58 % Ja-Stimmen ist die Einführung der Liegenschaftssteuer auf Zweitliegenschaften beschlossen.
Ein Entscheid, der für mehr Ausgleich sorgen soll – aber auch die Spannungen zwischen Deutschschweiz und Romandie sichtbar macht.

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