Schweiz: Europol-Einsatz gegen Menschenhandel im Rotlichtmilieu

Die Schweiz beteiligte sich 2025 erneut an der europaweiten Aktion „OP CHAIN“, um Menschenhandel zur sexuellen Ausbeutung zu bekämpfen.

Menschenhandel ist ein schweres, grenzüberschreitendes Verbrechen. Deshalb setzt die Schweiz seit Jahren auf internationale Zusammenarbeit. Auch im Jahr 2025 war die Schweiz aktiv an den europaweiten Aktionstagen „OP CHAIN“ beteiligt – einer gross angelegten Initiative unter der Leitung von Europol zur Bekämpfung von Menschenhandel zum Zweck sexueller Ausbeutung.

Die nationale Koordination übernahm das Bundesamt für Polizei (fedpol). Schwerpunkte der diesjährigen Aktion lagen auf:

  • Opfern und Tätern aus Rumänien,

  • Kontrollen im Rotlichtmilieu in insgesamt 11 Kantonen, darunter auch das Wallis.

Zwei rumänische Polizisten unterstützten die Schweizer Behörden aktiv bei den Einsätzen vor Ort.

Ergebnisse der Aktion:

  • 457 Personen kontrolliert

  • 148 Lokalitäten überprüft

  • 32 polizeiliche Anhaltungen

  • 130 potenzielle Opfer identifiziert

Ein besonderer Fokus galt dabei dem Schutz der potenziellen Opfer und der nachhaltigen Aufdeckung von Täterstrukturen. Im Kanton Wallis wurden sieben Salons kontrolliertohne Hinweise auf akute Fälle von Menschenhandel.

Über die Kontrollen hinaus verfolgte die Aktion folgende Ziele:

  • Stärkung der operativen Zusammenarbeit mit Partnerbehörden, insbesondere mit fedpol und Europol

  • Sichtbare Präsenz in besonders sensiblen Milieus zur Opfererkennung und Abschreckung potenzieller Täter

Mehr als 250 Mitarbeitende kantonaler und kommunaler Behörden waren an dieser europaweiten Operation beteiligt.

Die Behörden bedanken sich bei allen Einsatzkräften. Die Schweiz setzt sich auch künftig für eine enge internationale Zusammenarbeit im Kampf gegen Menschenhandel ein.

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