Der Sommer, der nie richtig kam
Der Sommer 2025 fühlte sich in der Schweiz vielerorts eher nach Dauerregen als nach Freibad an.
In Städten wie Luzern, Bern und Zürich fiel rund 30–45 % mehr Niederschlag als im langjährigen Mittel.
Der Juni war vielerorts der nasseste seit 2007, und auch der Juli blieb unbeständig und kühl.
Welche Auswirkungen hat das auf den Herbst?
Die Meteorologen des Bundesamts für Meteorologie (MeteoSchweiz) sehen klare Trends:
Feuchter Sommer = feuchter Herbst?
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Die Böden sind bereits gesättigt, was zu:
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Früh einsetzender Bodenfeuchte
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Erhöhtem Risiko für Hangrutsche führt
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Laubfärbung könnte durch Pilzbefall & Stressreaktionen früher einsetzen
Zudem: Die hohe Bodenfeuchte begünstigt im September/Oktober Nebelbildung im Mittelland
Wie verändert das den Winter?
Ein regnerischer Sommer beeinflusst den Winter indirekt – aber spürbar:
Schnee oder Regen?
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Warme, feuchte Böden halten länger Wärme → verzögerter Schneefall in tieferen Lagen
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Höhere Luftfeuchtigkeit kann aber mehr Niederschlag bedeuten – sofern die Temperaturen mitspielen
Wintersportorte in mittleren Höhenlagen (z. B. Flumserberg, Adelboden) müssen mit mehr Regen statt Schnee rechnen.
Was sagen die Modelle?
Die aktuellen Langfristprognosen von ECMWF und MeteoSchweiz zeigen:
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Oktober & November: überdurchschnittlich feucht, mild
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Dezember bis Februar: eher wechselhaft, mit warmen Einschüben, aber auch Kältephasen im Januar
Wahrscheinlichkeit für einen „klassischen“ Schweizer Winter mit viel Schnee im Flachland: unter 30 %
Auswirkungen auf Landwirtschaft & Energie
Die Folgen des Regens zeigen sich auch wirtschaftlich:
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Landwirtschaft: Pilzbefall bei Obst und Reben, verspätete Ernte
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Energiebranche: gut gefüllte Stauseen, aber mögliche Risiken bei Erdrutschen an Leitungen
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Wald: Hohe Feuchtigkeit begünstigt Schädlingsausbreitung, z. B. Borkenkäfer
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