Plötzlich Wetterumschwung: Wenn die Bergwanderung zur Gefahr wird

Was als gemütliche Tour beginnt, endet manchmal mit einem Notruf. In den Schweizer Alpen kann sich das Wetter innerhalb weniger Minuten dramatisch verändern – mit gefährlichen Folgen für Wanderer.

Sommerzeit ist Wanderzeit. Doch viele unterschätzen die Naturgewalt der Berge. Der Himmel ist noch blau – und 20 Minuten später steht man im dichten Nebel oder Gewitter. Unfälle wegen plötzlichem Wetterumschwung häufen sich in den letzten Jahren. Die Rettungsdienste warnen: „Nicht das Gelände, sondern das Wetter bringt die meisten in Not.“

Warum das Wetter so gefährlich ist

In den Bergen kann es innert Minuten von Sonnenschein zu Sturm oder Starkregen wechseln. Besonders am Nachmittag entwickeln sich oft lokale Gewitter. Nebel zieht überraschend auf, die Orientierung geht verloren. Wer dann keine passende Kleidung, Karte oder Erfahrung hat, gerät schnell in Lebensgefahr.

Zahl der Rettungseinsätze steigt

Allein im Sommer 2024 musste die Rega über 900 Einsätze in Bergregionen fliegen – viele davon wegen Wetterüberraschungen. Auch lokale Bergrettungen berichten von gestiegenen Notrufen durch Wanderer ohne Ausrüstung oder mit falscher Selbsteinschätzung.

So schützt du dich vor Wettergefahren am Berg

  • Vor dem Aufbruch den aktuellen Wetterbericht checken – und unterwegs erneut prüfen.

  • Tour früh starten und nicht bis in den späten Nachmittag hinauszögern.

  • Immer wetterfeste Kleidung, Stirnlampe und Karte mitnehmen.

  • Bei Gewitter sofort von Graten und Gipfeln weg – nicht unter Bäume stellen.

  • Lieber umdrehen als riskieren – auch bei Wolken oder Windwarnungen.

Die Bergwelt ist wunderschön – aber nicht planbar. Ein plötzlicher Wetterumschwung kann selbst geübte Wanderer in ernsthafte Gefahr bringen. Wer vorbereitet losgeht, minimiert das Risiko – und kommt gesund ins Tal zurück.

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