Wenn Kollegen zu Gegnern werden – die stille Krise im Büro
Es beginnt oft schleichend.
Ein abfälliger Blick hier, ein schnippischer Kommentar da.
Doch Mobbing am Arbeitsplatz ist kein Einzelfall – auch in der Schweiz nicht.
Wie oft passiert Mobbing am Arbeitsplatz in der Schweiz?
Die Zahlen sind alarmierend – und unterschätzt:
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Rund 30 % der Erwerbstätigen haben schon Mobbing erlebt
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Über 50 % schweigen aus Angst oder Scham
Formen von Mobbing:
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Psychische Angriffe: Ausgrenzung, ständiges Kritisieren
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Soziale Isolierung: Keine Infos, kein Smalltalk, kein Kaffee
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Berufliche Schikane: Unfaire Bewertungen, Sabotage von Arbeit
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Digitale Demütigungen: E-Mails, Chats, sogar soziale Medien
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So erkennst du, dass du betroffen bist
Manchmal ist es subtil.
Doch es gibt klare Warnzeichen:
Du wirst regelmässig ignoriert oder ausgelacht
Deine Leistungen werden systematisch kleingeredet
Du wirst bei wichtigen Infos absichtlich übergangen
Du bekommst unrealistische Deadlines oder Aufgaben
Achtung: Langfristige Folgen können sein
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Schlafstörungen, Depressionen
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Verlust des Selbstwertgefühls
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Kündigung oder innerer Rückzug
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Psychosomatische Erkrankungen
So schützt du dich aktiv vor Mobbing
Viele schweigen – aber das muss nicht sein.
Diese Schritte helfen Betroffenen sofort:
1. Dokumentieren
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Halte Vorfälle schriftlich fest (Datum, Ort, Inhalte)
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Sichere E-Mails, Nachrichten, Protokolle
2. Frühzeitig ansprechen
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Suche das Gespräch mit demder Täterin (wenn sicher möglich)
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Sprich mit Kolleg:innen – du bist nicht allein
3. Interne Hilfe nutzen
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Vertrauenspersonen, HR-Abteilung, Personalvertretung
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Viele Unternehmen haben offizielle Meldestellen
4. Rechtliche Schritte
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Beratung bei Gewerkschaft oder Fachstelle (z. B. Mobbing-Zentrale Zürich)
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Letztlich ist auch zivil- oder arbeitsrechtliche Klage möglich
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