Juventus wurde vor dem Club-WM-Spiel in Washington von Donald Trump im Weissen Haus empfangen – ein symbolträchtiges Treffen mit politischen Tönen.
Empfang mit Signalwirkung im Oval Office
Am Mittwoch, 18. Juni 2025, wurde die italienische Spitzenmannschaft Juventus Turin in Washington von Donald Trump im Weissen Haus empfangen. Der Besuch erfolgte wenige Stunden vor dem ersten Gruppenspiel der „Bianconeri“ bei der FIFA-Klub-Weltmeisterschaft gegen Al-Ain aus den Vereinigten Arabischen Emiraten. Mit dabei: Trainer Igor Tudor, mehrere Spieler, Klubverantwortliche – und FIFA-Präsident Gianni Infantino. Der Besuch sorgte nicht nur sportlich, sondern vor allem politisch für Aufsehen.
Hintergrund: Juventus auf Weltbühne
Juventus Turin zählt zu den erfolgreichsten Fussballklubs Europas und nimmt 2025 an der neu strukturierten FIFA-Klub-WM in den USA teil. Die Begegnung mit Donald Trump fand am Rande dieses sportlichen Grossereignisses statt – mitten im Präsidentschaftswahlkampf. Der Auftritt erfolgte im Studio Ovale, begleitet von John Elkann (Exor, Stellantis), FIFA-Präsident Infantino und einer Delegation um Trainer Tudor und mehrere internationale Spieler.
Aktuelle Lage: Trump setzt politische Botschaft
Wie ansa.it berichtet, nutzte Trump die Gelegenheit für politische Botschaften: Er lobte Elkanns Verdienste für die Autoindustrie, sprach aber auch über Migration und Geschlechterrollen im Sport. Besonders auffällig: Trump stellte mit Blick auf die anwesenden Profis klar, dass man in die USA „nur legal einreisen“ dürfe – „so wie diese Jungs hinter mir“. Auf Nachfrage, ob Frauen bei Juventus spielen dürften, folgte eine Anspielung auf Trumps bekannte Haltung zu Transpersonen im Sport.
Auswirkungen: Fussball trifft Politik
Der spontane Termin war nicht Teil des offiziellen Programms der US-Regierung und wurde kurzfristig für Medien geöffnet. Politisch ist er dennoch hoch aufgeladen. Trump inszenierte sich vor internationalen Stars als nationaler Gastgeber und betonte seine Kernpositionen: harte Einwanderungspolitik, wirtschaftliche Stärke, traditionelle Familienbilder. Für Juventus wurde das Treffen zu einem medialen Drahtseilakt zwischen Sport und Diplomatie.
Einordnung: Symbolik mit Sprengkraft
Experten bewerten den Auftritt als strategisch – für Trump wie für Juventus. Während sich der Ex-Präsident patriotisch vor einer globalen Kulisse positioniert, bewegt sich der Klub auf heiklem Terrain: Sportlicher Repräsentant eines Landes zu sein und zugleich politische Neutralität zu wahren. Die Nähe zu politischen Akteuren kann für internationale Klubs Chancen, aber auch Reputationsrisiken bergen. Für viele Beobachter war dieser Termin ein Mix aus PR, Symbolik und Wahlkampf.
Fazit
Der Besuch von Juventus bei Donald Trump war mehr als ein Höflichkeitstreffen: Er verband Sport mit Politik und sendete globale Botschaften. Während Juventus am Abend sportlich gefordert ist, bleibt der politische Auftritt im Weissen Haus in Erinnerung. Ob das Treffen langfristig positive Wirkung zeigt oder zur Imagebelastung wird, bleibt offen.

