Gletscherabbruch in Blatten VS reisst Häuser mit sich und flutet die Lonza
In Blatten und Ried im Kanton Wallis hat sich am Mittwoch ein massiver Gletscherabbruch ereignet. Grosse Mengen Eis und Geröll zerstörten mehrere Häuser. Weitere Gebäude, die unversehrt blieben, wurden von den aufgestauten Wassermassen der Lonza eingeschlossen oder überflutet. Die Dorfbewohnerinnen und Dorfbewohner mussten ihre Häuser verlassen – viele von ihnen haben ihr Zuhause verloren.
Der Gletscherabbruch führte zur Bildung eines Eis- und Geröllstaudamms, der die Lonza aufstaute und das Tal überschwemmte. Die Wassermassen breiteten sich rasch aus. Die betroffenen Gebiete wurden evakuiert, Rettungskräfte sind weiterhin im Einsatz. Die Gefahr weiterer Abbrüche ist nicht ausgeschlossen, weshalb der Zugang zur Zone eingeschränkt bleibt.
Die Zerstörung betrifft mehrere Gebäude in den Dörfern Blatten und Ried. Die Behörden haben die Notfallversorgung eingeleitet und Soforthilfe organisiert. Der genaue Umfang der Schäden wird noch ermittelt. Es gibt bislang keine Berichte über Todesopfer. Die Situation bleibt dynamisch und angespannt.
Für die betroffenen Familien bedeutet der Gletscherabbruch nicht nur den Verlust ihres Zuhauses, sondern auch einen tiefgreifenden emotionalen Einschnitt. Viele haben über Generationen hinweg in der Region gelebt. Neben materiellem Schaden steht jetzt vor allem psychologische Unterstützung im Vordergrund. Auch der Wiederaufbau wird eine langfristige Herausforderung darstellen.
Die Naturkatastrophe in Blatten VS hat das Leben vieler Menschen schlagartig verändert. Die Solidarität in der Region ist gross – doch die Betroffenen brauchen mehr als Mitgefühl. Sie benötigen konkrete Hilfe, Unterkunft und psychologische Betreuung. Behörden und Fachleute arbeiten an Sofortmassnahmen. Wie es weitergeht, wird sich in den nächsten Tagen zeigen.
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