Schweizer und französische Truppen trainieren gemeinsam – Panzer, Artillerie und Militärfahrzeuge unterwegs.
Frankreichs Armee rückt in die Schweiz ein – allerdings nicht als Bedrohung, sondern im Rahmen einer bilateralen Übung. Im Mai und Herbst 2025 absolvieren französische und schweizerische Einheiten mehrere gemeinsame Trainingssequenzen. Besonders sichtbar wird dies auf der A13: Zwei Sperrungen sind angekündigt.
Internationale Militärkooperationen der Schweiz sind selten, aber strategisch wichtig. Die Übungen zwischen der Armee der Schweiz und Frankreich erfolgen im Rahmen bilateraler Austauschprogramme. Ziel ist es, die Fähigkeit zur Zusammenarbeit im Krisenfall zu verbessern – unter Einhaltung der Neutralität. Laut news.admin.ch stehen 2025 mehrere Manöver an, bei denen Truppen, Panzer und Artillerie aus Frankreich nach Graubünden, Glarus und ins Wallis verlegt werden.
Konkret trainieren im Mai rund 100 französische Soldaten des 501e Régiment de Chars de Combat und des 13e Régiment du Génie mit dem Schweizer Panzersappeurbataillon 1. Die Übungen finden auf den Schiessplätzen in Hinterrhein (GR) und Wichlen (GL) statt. Im Rahmen dieser Manöver werden Kampfpanzer vom Typ Leclerc und Panzerfahrzeuge vom Typ Griffon auf dem Land- und Schienenweg bewegt – begleitet von der Militärpolizei. Die Autobahn A13 zwischen Domat-Ems und Hinterrhein wird deshalb am 8. und 27. Mai 2025 jeweils von 19 bis 23.30 Uhr vollständig gesperrt.
Die Übungsreihe trägt die Bezeichnung «PO BLIND/GEN/ART 2025» und wird im Herbst fortgesetzt:
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Im Oktober trainiert das Mechanisierte Bataillon 17 der Schweiz gemeinsam mit dem französischen 5e Régiment de Dragons in Hinterrhein.
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Im November folgt eine Artillerieübung auf dem Simplon, bei der die Schweizer Artillerieabteilung 1 mit dem 40e Régiment d’Artillerie kooperiert.
Diese Kooperationen erfordern eine präzise Planung, auch logistisch: Bahntransporte, Strassensperrungen, Sicherheitskonzepte.
Was für manche nach martialischem Aufmarsch klingt, ist laut Armeeangaben ein Schritt in Richtung sicherheitspolitischer Vernetzung. Die Schweizer Armee will im Ernstfall mit internationalen Partnern kommunizieren und koordiniert agieren können – unter Einhaltung der verfassungsmässigen Neutralität. Für viele Anwohner bedeuten die Übungen zwar Lärm und Umleitungen, doch sie dienen der Stärkung der Landesverteidigung.
Die Schweiz bleibt neutral – aber nicht unvorbereitet. Die gross angelegten Übungen mit Frankreich zeigen, wie ernst die sicherheitspolitische Lage eingeschätzt wird. Weitere Manöver folgen im Herbst.
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