Ein Kleinflugzeug stürzte am Sonntagabend in Pembroke Pines (Florida) in ein Wohngebiet – alle vier Insassen überlebten.
In der US-amerikanischen Stadt Pembroke Pines kam es am Sonntagabend zu einem dramatischen Flugzeugabsturz. Eine Cessna Skymaster verlor kurz nach dem Start die Kontrolle und krachte in einen Vorgarten – nur Meter von Wohnhäusern entfernt. Alle vier Personen an Bord überlebten den Vorfall wie durch ein Wunder. Anwohner griffen beherzt ein und retteten die Insassen aus dem Wrack. Der Vorfall sorgt für neue Diskussionen um die Sicherheit des nahegelegenen Flughafens North Perry.
Pembroke Pines liegt im US-Bundesstaat Florida, nordwestlich von Miami. Der Flughafen North Perry wird häufig für Schulungsflüge und private Luftfahrt genutzt. In der Vergangenheit kam es dort bereits mehrfach zu gefährlichen Zwischenfällen – darunter ein tödlicher Unfall im Jahr 2021, bei dem ein Vierjähriger starb, als ein Flugzeug in ein Auto stürzte. Insgesamt wurden in den letzten fünf Jahren 36 Vorfälle mit Flugzeugen im Umfeld des Airports registriert.
Das Unglück ereignete sich laut US-Medien gegen 20.10 Uhr Ortszeit. Die Cessna war mit vier Personen an Bord vom Flughafen North Perry gestartet. Kurz nach dem Abheben geriet sie ins Trudeln, streifte einen Baum und schlug in einem Vorgarten auf – nur wenige Meter neben mehreren Einfamilienhäusern. Nach Angaben von tag24.de konnten alle vier Insassen mit Verletzungen gerettet und ins Krankenhaus gebracht werden. Mehrere Kameras von Anwohnern filmten den Absturz.
Das Video des Unfalls verbreitete sich rasch in sozialen Medien. Viele Anwohner waren tief schockiert über die Nähe zur Katastrophe. Einige von ihnen griffen sofort ein: Sie schlugen die Scheiben des Wracks ein und halfen beim Herausziehen der Verletzten. Die Stadtverwaltung reagierte mit Betroffenheit. Der Bürgermeister fordert eine unabhängige Untersuchung zur Sicherheit des Flughafens. Der Flugbetrieb in North Perry wurde vorübergehend eingeschränkt.
Die Häufung von Vorfällen rund um den Flughafen North Perry sorgt für Unmut und Unsicherheit in der Bevölkerung. Bürgermeister Angelo Castillo kündigte eine umfassende Prüfung an, um künftig Risiken für die Anwohner zu minimieren. In Medien und sozialen Netzwerken wird die Forderung nach besserer Flugüberwachung und stärkeren Regulierungen laut. Die US-Luftfahrtbehörde FAA hat Ermittlungen eingeleitet, eine offizielle Ursache des Absturzes steht noch aus.
Der Absturz in Pembroke Pines verdeutlicht erneut die Risiken im Umfeld stark frequentierter Kleinflughäfen. Nur durch Zufall kam es zu keiner Tragödie mit weiteren Opfern. Die Behörden sind nun gefordert, die Sicherheitslage zu analysieren und konkrete Massnahmen einzuleiten. Für die betroffenen Anwohner bleibt das mulmige Gefühl bestehen – trotz glimpflichem Ausgang.
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