Ab dem 14. Juni 2025 nimmt eine neue, direkte Busverbindung zwischen Disentis/Mustér (GR) und Biasca (TI) den Betrieb auf. Die umsteigefreien Kurse über die Lukmanierpassstrasse gelten als bedeutender Schritt zur Verbesserung des öffentlichen Verkehrs in der Region – sowohl für Einheimische als auch für den Tourismus. Möglich wurde dieses Angebot durch die enge Zusammenarbeit der Kantone Graubünden und Tessin, den Unternehmen PostAuto und Autolinee Bleniesi sowie durch den Verein Pro Lucmagn, der sich seit Jahren für eine bessere Erschliessung starkmacht.
Ein Projekt mit Symbolkraft
Die Einweihung der neuen Linie wurde auf der Lukmanierpasshöhe gefeiert – mit dabei unter anderem Nationalrat Martin Candinas, Präsident des Vereins Pro Lucmagn, Regierungsrätin Carmelia Maissen (GR) und Regierungsrat Claudio Zali (TI). Laut Martin Candinas sei die Verbindung weit mehr als ein praktisches ÖV-Angebot: „Der Lukmanier ist ein kulturelles Bindeglied – diese Linie bringt nicht nur Regionen zusammen, sondern Menschen.“
Auch Regierungsrätin Maissen betonte die Bedeutung der neuen Linie als „Brücke zwischen romanischer und italienischer Lebensart“, während ihr Tessiner Amtskollege Zali auf das Potenzial für eine ganzjährige Verbindung hinwies. Aktuell wird die Linie saisonal betrieben, eine Ausweitung ist aber explizit angestrebt.
Komfortabel, schneller – und günstiger
Mit einer Fahrzeit von unter zwei Stunden bietet die neue Verbindung eine schnelle Alternative zur bisherigen Route mit Umstieg. Zudem profitieren Fahrgäste vom Anschluss an den Tarifverbund Arcobaleno, wodurch die Preise attraktiver ausfallen.
PostAuto und Autolinee Bleniesi sprechen von einem zukunftsweisenden Kapitel im regionalen Verkehr. Marco Lüthi von PostAuto betonte: „Diese Linie verbindet nicht nur Orte, sondern auch Herzen.“ Massimo Ferrari, Verwaltungsratspräsident der Autolinee Bleniesi, sieht in der neuen Verbindung einen „wichtigen Beitrag zu einem überregionalen und modernen Mobilitätsangebot“.
Perspektive: ganzjährige Verbindung & touristische Aufwertung
Ziel der Partner ist es, aus der derzeit saisonalen Linie ein ganzjähriges Angebot zu machen. Parallel dazu sind attraktive Tourismuspakete geplant – etwa Rundreisen über mehrere Alpenpässe zum Spezialtarif. Diese könnten die wirtschaftliche Entwicklung der betroffenen Regionen zusätzlich stärken.
Der Start der Direktverbindung ist ein Zeichen für eine gelungene interkantonale Kooperation – und ein Vorbild für andere grenzüberschreitende Verkehrsprojekte in der Schweiz.
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