Pakistan meldet 25 abgeschossene Drohnen – Indien wehrt Vergeltungsschläge ab
Die Spannungen zwischen den Atommächten Pakistan und Indien nehmen gefährlich zu. Innerhalb von nur zwei Tagen kam es zu grenzüberschreitenden Angriffen, Drohnenabschüssen, Luftabwehrmassnahmen und zivilen Opfern auf beiden Seiten. Die Eskalation hat nicht nur geopolitische, sondern auch wirtschaftliche Folgen: Börsen reagierten heftig, Flüge wurden gestrichen und in Grenzregionen herrscht Panik.
Dieser Bericht gibt einen Überblick über die Entwicklung seit dem Angriff auf hinduistische Pilger im indischen Kaschmir, beleuchtet die militärischen Reaktionen, deren Auswirkungen auf die Bevölkerung und die internationale Sorge vor einem weiteren Flächenbrand.
Die Spannungen zwischen Indien und Pakistan haben historische Wurzeln. Seit der Unabhängigkeit 1947 kam es zu drei Kriegen – zwei davon um das umstrittene Kaschmirgebiet. Beide Staaten verfügen seit den 1990er-Jahren über Atomwaffen. Schon kleinere Grenzzwischenfälle bergen daher erhebliches Eskalationspotenzial.
Die aktuelle Eskalation begann, nachdem Indien dem sogenannten Islamischen Staat eine Beteiligung an einem Anschlag in Kaschmir mit 26 Toten vorwarf – viele davon hinduistische Touristen. In der Folge bombardierte Indien in der Nacht auf Mittwoch mutmassliche „terroristische Infrastrukturen“ auf pakistanischem Gebiet. Islamabad wies diese Darstellung zurück, kündigte Vergeltung an und meldete anschliessend den Abschuss mehrerer indischer Drohnen sowie fünf Kampfjets.
Wie reuters.com berichtet, schoss Pakistan nach eigenen Angaben 25 indische Drohnen ab – unter anderem über Karachi, Lahore und Rawalpindi. Eine dieser Drohnen traf ein militärisches Ziel nahe Lahore und verletzte vier Soldaten. Laut dem Sprecher der pakistanischen Armee sei dies Teil „einer anhaltenden indischen Aggression“, die nicht unbeantwortet bleiben werde.
Indien wiederum erklärte, es habe alle pakistanischen Angriffsversuche auf militärische Einrichtungen in Nord- und Westindien mithilfe von Luftabwehrsystemen neutralisiert. Als Reaktion habe man am Donnerstag Luftabwehrstellungen und Radarsysteme in Pakistan zerstört – mit derselben Intensität wie die pakistanischen Angriffe.
Gleichzeitig wurde die Waffenstillstandslinie in Kaschmir zum Schauplatz intensiven Beschusses: Pakistan meldet 31 tote Zivilisten, Indien spricht von 13 – darunter mehrere Kinder.
Die militärische Eskalation hat direkte wirtschaftliche Folgen: Der pakistanische Leitindex brach um über 6 % ein, der Handel wurde zeitweise ausgesetzt. Auch indische Märkte reagierten negativ. In Punjab kam es zu Panikkäufen, Flughäfen in Lahore, Karachi und Sialkot wurden vorübergehend geschlossen.
Indiens Regierung spricht von über 100 getöteten Terroristen durch ihre Luftschläge. Die Zählung sei noch nicht abgeschlossen. Gleichzeitig wurden in grenznahen Regionen Verdunkelungsübungen durchgeführt. In Gulmarg, einem beliebten Ferienort im Kaschmir-Tal, wurde die Seilbahn aus Sicherheitsgründen stillgelegt und Hotels evakuiert.
Auch diplomatisch wächst die Sorge: China, Russland und die USA rufen zur Zurückhaltung auf. Peking bot sich sogar als Vermittler an. Die Angst vor einer weiteren Eskalation ist international greifbar.
Internationale Vermittlungsbemühungen sind jetzt entscheidend, um einen neuen Krieg zwischen zwei Atommächten zu verhindern. Beobachter hoffen, dass Dialoge Vorrang vor Drohnenangriffen gewinnen.
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