Die gewaltigen Schuttmassen blockieren den Abfluss der Lonza, wodurch sich ein aufstauender See bildet. Die grösste akute Gefahr besteht nun in einem möglichen Überlauf, der eine Murganglawine mit enormer Zerstörungskraft auslösen könnte.
Um dem entgegenzuwirken, wurde die Speicherkapazität des Stauwerks Ferden vorsorglich erhöht. Zusätzlich wurden Gebäude in den Gemeinden Wiler und Kippel evakuiert.
Grosser Einsatz: Armee, Zivilschutz und Experten mobilisiert
Zur Bewältigung der Katastrophe ist eine breite Palette von Einsatzkräften vor Ort:
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Kantonale Walliser Rettungsorganisation (KWRO)
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Armee, welche bereits eine Lagebeurteilung vor Ort durchgeführt hat
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Zivilschutz im technischen Hilfseinsatz
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Fachingenieure und Behördenexperten zur Risikoanalyse
Am Vortag wurden zudem Pumpen, Räumgeräte, Beleuchtungsanlagen und Lufttransporte durch das KFO angefordert.
Talweite Instabilität: Auch Kleines Nesthorn betroffen
Auch oberhalb des Tals bleibt die Lage angespannt. Mehrere hunderttausend Kubikmeter instabiler Fels am Kleinen Nesthorn könnten weitere Murgänge auslösen. Die beidseitigen Talseiten sowie der instabile Talgrund mit Schutt und Eis gelten derzeit als besonders gefährlich.
Zugang gesperrt – Bevölkerung eindringlich gewarnt
Die Kantonsstrasse von Goppenstein Richtung Blatten bleibt auf unbestimmte Zeit gesperrt, nur Einsatzfahrzeuge und Anwohnende dürfen passieren. Die Bevölkerung wird eindringlich aufgefordert, sich nicht in das Gefahrengebiet zu begeben und den Anweisungen der Behörden strikt Folge zu leisten.
Der Kanton Wallis verspricht umfassende Unterstützung
Das KFO analysiert die Lage fortlaufend. Der Kanton Wallis kündigte an, alle verfügbaren Mittel zur Verfügung zu stellen, um die betroffene Bevölkerung bestmöglich zu unterstützen.
„Es handelt sich um eine beispiellose Naturkatastrophe. Unser oberstes Ziel ist der Schutz der Menschen in der Region.“ – Kantonales Führungsorgan Wallis
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